Selbsterfahrung durch daoistische Philosophie

Der Herbst ist angekommen, die Zeit der Einkehr und des Rückzuges, die Zeit zur Selbsterfahrung durch daoistische Philosophie. Die Tage werden kürzer und die Nächte werden länger. Der Herbst und Winter sind die Yin betonten Jahreszeiten, die uns die Chance zur inneren Tiefschau und Weiterentwicklung ermöglichen.

Der Fokus ändert sich nach Innen

Gerade in der herbstlichen Jahreszeit fällt es uns besondern leicht uns selbst zu entdecken, da wir im Aussen ruhiger werden und somit langsam der Fokus auf unser Innen fällt. Es wird das, was im Inneren schlummert langsam spürbar und sichtbar, da wir weniger abgelenkt sind von äusseren Einflüssen. Auch die äusseren Einflüsse bekommen eine ruhigere und stillere Art in dieser Zeit. Wir spüren, was in uns ist und was gehört werden will.
Philosophie lehrt Dir den Weg zur Praxis – Selbsterfahrung durch daoistische Philosophie.

Rückzug bedeutet Selbsterfahrung

Diese Zeit ist der notwendige Balsam für unsere Psyche und Seele. Wir suchen Nähe und Geborgenheit, wir suchen einen ruhigen Ort, wo wir uns fallen lassen können. Wir suchen einen Ort an dem wir uns sicher fühlen, um unsere gemachten Erfahrungen verarbeiten zu können, damit sie zur neuer Kraft auferstehen.

Dieser Ort sind wir selbst.
Wir besinnen uns auf den Sinn des Lebens und suchen Liebe.
Wir suchen uns selbst.

Was ist zu tun in der Yin – Zeit?

Ruhe suchen, um Ruhe zu finden! Du hast einen beruflichen Alltag, der wohl, wie bei allen von uns, sehr durch seine Tätigkeit vorgegeben ist. Dennoch können wir diese Tätigkeiten mit einer gewissen inneren Haltung ausführen, die uns unsere innere Ruhe bewahren lässt. „Wir können weniger hektisch an die Sachen rangehen“, wie man so schön sagt. Vor allem hat auch jeder von uns eine Lebenszeit nach der bezahlten Lebenszeit (Arbeit). In unserer Freizeit können wir uns mehr mit uns beschäftigen und vermehrt ruhiger geartete Tätigkeiten vorziehen. Mit ruhig meine ich auch geistig ruhigere Tätigkeiten. Kein TV, kein SocialMedia, sondern Musikhören, Teetrinken, Kreatives, Bücherlesen, Nichtstun, Wellness, kurz Tätigkeiten die „kein Ziel“ haben müssen, sondern den Charakter der Muße und des Geschen-lassens haben.

Mein Rat zur Entschleunigung und Selbsterkenntnis

Weniger Fokus auf das Was mehr auf den Fokus das Wie – das entschleunigt. Durch den Fokus auf das Wie, kommt es zur Selbsterkenntnis des Was. Sprich, wenn Du Deinen Fokus darauf legst, wie Du die Dinge tust, erkennst Du Dich selbst durch Deinen Weg.

Lass die Dinge ruhiger und gelassener werden, lass sie sich mehr entwicklen – sie wollen sich zeigen. Warte oft mehr ab, atme durch und lasse los von Perfektion und Ziel. Versuche mehr beschreibend die Welt wahrzunehmen, als sie dauernd zur bewerten. Sag: „das passiert gerade“, als wie bewertest du das, was passiert.

Die folgende Geschichte kann Dir viele Aspekte eines achtsamen Handelns aufzeigen. Mittels Selbsterfahrung durch daoistische Philosophie, lernst Du den Weg des Lebens zu ergründen:

Die Geschichte des Mönchs am Brunnen

Eines Tages kamen zu einem einsamen Mönch einige Menschen. Sie fragten ihn: “Was ist der Sinn von Stille im Leben?”
Der Mönch war gerade mit dem Schöpfen von Wasser aus einem tiefen Brunnen beschäftigt.
Er sprach zu seinen Besuchern: “Schaut in den Brunnen. Was seht ihr?”
Die Leute blickten in den tiefen Brunnen: „Wir sehen nichts!“
Der Mönch wartete eine Weile und fragte dann erneut:
„Schaut in den Brunnen! Was seht ihr jetzt?“
Die Leute blickten wieder hinunter: „Ja, jetzt sehen wir uns selbst!“
Der Mönch erklärte:
„Als ich vorhin Wasser schöpfte, war das Wasser unruhig. Jetzt ist das Wasser ruhig. Das ist die Erfahrung der Stille: Man sieht sich selbst! Und nun wartet noch eine Weile.“
Nach einer Weile sagte der Mönch wieder: „Schaut jetzt in den Brunnen. Was seht ihr?“
Die Menschen schauten hinunter: „Nun sehen wir die Steine auf dem Grund des Brunnens.“
Da erklärte der Mönch: „Das ist die Erfahrung der Stille. Wenn man lange genug wartet, sieht man den Grund aller Dinge und sich Selbst.“
(Verfasser unbekannt).

Neue Kraft durch Daoismus, die Philosophie des Wahrnehmens und Erkennens

Wenn Dein Körper mehr zur Ruhe kommt und dadurch auch langsam dann Dein Geist, wirst du darin Dich selbst entdecken. Die daoistische Philosophie beschreibt schon sehr Jahrtausenden wie der Lebensweg (Dao) als Hilfe zur Selbsterfahrung und damit zur Selbsterkenntnis genutzt werden kann – Daoismus als Lebensweg.
Als Basis von TCM, QiGong, TaiJi und Meditation beschreibt die daoistische Philosophie ganz genau, wie man zur Ruhe und Stille findet, um daraus neue Kraft zu schöpfen.

„Die Kraft in uns selbst zu erkennen“, ist nicht nur ein esoterischer Spruch. Nein, es gibt eine uralte, wirksame, erprobte Philosophie dahinter, die den Weg zur Kraft ausführlich beschreibt. Es ist der Weg vom Nicht-Erkennen, übers Entdecken zum Durchschauen

Selbsterfahrung durch daoistische Philosophie

Das unruhige Wasser, die Ablenkung, lässt uns zuerst nur tun und nichts erkennen. Wenn wir der Sache Zeit geben sich zu zeigen, entdecken wird darin eine Botschaft (Weg/Lösung) und ein Bedürfnis (Wunsch) – Das Streben und die Verbindung zur anderen Seite, Qi ! Wir durchschauen dann die Situation, erkennen die beiden Aspekte des Seins (Yin/Yang) und deren Veränderung. Dadurch ergibt sich für uns der zu gehende Weg (Dao). Wir bekommen Antworten aus der Tiefe des Brunnens (Unterbewusstsein) – Wuji.

Ich wünsche Euch eine erkenntnisreiche Zeit bei Eurer Selbsterfahrung durch daoistische Philosophie mit vielen Gefühlen und Erlebnissen.
Euer Coach Andreas Ebner
Dieser Beitrag wurde auf und für www.anshen.at veröffentlicht.

SEMINAR-TIPP: Wenn Du selbst Deine Reise zu Dir selbst antreten willst und Lösungen für Deinen Lebensweg suchst, kannst Du Dich für die 9-teilige Seminarreihe „Daoismus als Lebensweg“, die Seminarreihe zur Veränderung Deines Lebensweges, anmelden.